Ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis in Kooperation mit der Klinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, ist die strahlentherapeutische Behandlung des Prostatakarzinoms. Hierbei kommen zwei hochmoderne Verfahren zum Einsatz:
- die kombinierte HDR-Tele-/Brachytherapie im Afterloadingverfahren („Kieler Schema“) bei lokal begrenztem und lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom. Dabei werden neben der herkömmlichen „äußerlichen Bestrahlung“ in zwei Sitzungen für ca. eine halbe Stunde Hohlnadeln in die Prostata eingebracht, über die das Organ dann mit einer starken Strahlenquelle hochdosiert „von innen“ bestrahlt werden kann, ohne dass umgebendes Gewebe in Mitleidenschaft gezogen wird.
- die LDR-Brachytherapie in Form der Jod-Seed-Implantation bei Frühstadien des Prostatakarzinoms. Dabei werden in einer Sitzung unter ständiger Ultraschallkontrolle kleinste Strahlungsquellen (sogenannte “Seeds”) in die Prostata eingesetzt. Eine externe Bestrahlung ist hier nicht notwendig.
Insgesamt werden nach diesen beiden Verfahren von uns pro Jahr 100 bis 120 Patienten therapiert. Dieses geschieht in enger Zusammenarbeit mit den strahlentherapeutischen Kollegen und Physikern und den zuweisenden Urologen.
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